News:
img_7773
img_3029
img_2961

Die Suche nach dem Richtigen - Großraumbüro oder Einzelbüro?

Die Galerie enthält  1  Bild
26_b_steelcase_actuno
0 Kommentare
Sie gründen gerade ein Start-Up und stehen vor der Entscheidung, wie Sie Ihr Büro einrichten möchten? Oder Sie planen als Geschäftsführer den Umzug Ihres bestehenden Unternehmens und müssen festlegen, wie Ihr neues Büro aussehen soll?
Die Frage zwischen offenen Großraumbüros oder Einzelbüros hat sich in diesem Kontext fast schon zu einer Glaubensfrage entwickelt, welcher wir uns in unserem heutigen Blogartikel annehmen möchten.

Trend hin zu Großraumbüros

In vielen Unternehmen ist ein deutlicher Trend zu erkennen. Feste Arbeitsplätze und Einzelbüros weichen dem Großraumbüro, das eine anhaltende Renaissance erlebt. Eine offene Bürostruktur, fernab von abgeschotteten Arbeitsplätzen, soll für mehr Produktivität und Kreativität sorgen. Bei der Umsetzung von Großraumbüros lassen sich derweil zwei Ausprägungen erkennen.

Non-territoriale Büros - auf in die Zukunft?

Auf der einen Seite stehen non-territoriale Büros, in denen neben Reduktion und Sauberkeit vor allem auf Flexibilität gesetzt wird. Non-territoriale Büros gelten als bekannteste Variante neuer Büroformen und basieren auf der Idee, dass Mitarbeiter keine festen Arbeitsplätze besitzen. Als Beschäftigter muss man sich entweder einen freien Platz suchen oder bekommt am Empfang einen zugewiesen. Dabei existieren sogenannte Homebases, das heißt Bereiche, die einem Team oder einer Abteilung fest zugeteilt sind, in welchem sich die Mitarbeiter allerdings frei bewegen und den Arbeitsplatz selbst auswählen können. Um die Idee non-territorialer Büros zu verwirklichen, benötigt man darüber hinaus ein sogenanntes Desk Sharing System, unter welchem man die Nutzung von Arbeitsplätzen durch mehrere Arbeitskräfte verstehen kann. Neben einem Clean Desk, der gewährleistet, dass der Arbeitsplatz am Ende des Arbeitstages sauber verlassen wird, sorgen Caddys für größtmögliche Flexibilität. Caddys sind fahrbare Container, in denen die Mitarbeiter persönlich zugewiesene Arbeitsmittel und Unterlagen aufbewahren können.

Produktivität durch Indvidualität?

Als andere Ausprägungsart kann man bei Großraumbüros allerdings auch auf Individualität und Freiheit setzen. Innerhalb einer offenen Bürolandschaft besitzt bei dieser Erscheinungsform jeder Mitarbeiter sehr wohl einen eigenen Arbeitsplatz. Dieser kann er aber nach eigenen Wünschen und Präferenzen gestalten. Eine Studie der Universität Groningen belegt dabei, dass eine Beziehung zwischen Produktivität und "Chaos" besteht. Entgegen der Clean Desk Philosophie non-territorialer Büros stellte man in der Studie fest, dass das Denkvermögen an unaufgeräumten Schreibtischen besser war.

Wohlfühlatmosphäre dank Think Tanks und Meeting Points?

Beide Formen benötigen ungeachtet des Umstandes, ob ein fest zugeteilter Arbeitsplatz vorhanden ist, separate Rückzugsräume. Diese sogenannten Think Tanks bieten im hektischen und teilweise lauten Büroalltag Platz zur Stillarbeit und Entspannung. Darüber hinaus sollten genügend abgegrenzte Konferenz- und Besprechungsräume vorhanden sein, um Meetings in unterschiedlichen Gruppengrößen zielführend abhalten zu können. Lohnenswert erscheinen bei moderner Bürogestaltung auch die Etablierung von Meeting Points, in Form von Aufenthaltsräumen, Getränkebars oder einem Bistro. Diese Anlaufstellen sorgen nicht nur für Wohlfühlatmosphäre und gesteigerte Motivation der Mitarbeiter, sondern helfen, als Ort der informellen Kommunikation, nach angemessenen Pausen mit Elan und Konzentration die Arbeit wieder aufzunehmen.



Die Kehrseite von Großraumbüros

Aber sind Großraumbüros wirklich die Maxime und dementsprechend heutzutage alternativlos? Negative Auswirkungen für Psyche und Gesundheit – das war das Ergebnis einer australischen Studie in Bezug auf offene Bürostrukturen. Reizüberflutung, kaum Privatsphäre und das Gefühl ständiger Überwachung sorgten in diesem Kontext für das drastische Studienergebnis. Differenzierter zeigt sich das Bild von Arbeitspsychologen, die die richtige Büroform auch von der Tätigkeit der Mitarbeiter abhängig machen. Demnach kann bei Routinetätigkeiten die Produktivität tatsächlich durch offene Bürostrukturen gesteigert werden, wohingegen Entscheidungsprozesse und Kreativität behindert werden. Auch Konzentration bleibt nach Ansicht der Experten durch die lebhafte Umgebung auf der Strecke.

Fazit: Es gibt nicht DIE Büroform

Die Frage nach der richtigen Büroformwahl ist folglich nicht ohne Weiteres zu beantworten. Vielmehr gilt es in jedem Fall individuell auf die Bedürfnisse der Unternehmen zu achten. Ein Zeitungsverlag wird sich von der Büroeinrichtung anders aufstellen als eine Bank. Ebenso wird eine Werbeagentur andere Anforderungen an die Bürostruktur haben als eine Anwaltskanzlei.

Office Snapshot - Büros weltweit

Der Vielschichtigkeit dieses Themas hat sich der Foto-Blogger Stephen Searer auf eindrucksvolle Art und Weise angenommen. "Office Snapshots" liefert dabei einen Einblick in interessante Arbeitsplätze aus aller Welt und gibt einen vielfältigen Einblick in Firmen unterschiedlicher Branchen.


Raumhaus unterstützt Sie für ein gutes Betriebsklima

Die Bilder von Searer machen abschließend deutlich, dass es nicht DIE Lösung in Bezug auf Bürogestaltung gibt. Wenn auch Sie vor dem Problem der richtigen Büroformwahl stehen, denken Sie immer daran: das Wichtigste ist das Betriebsklima! Am Arbeitsplatz sollten sich die Mitarbeiter wohlfühlen, um ihrer Arbeit produktiv und mit Spaß nachgehen zu können.

Die Frage nach Großraumbüro oder Einzelbüro ist also sekundär. Wir, von Raumhaus in Berlin, beraten Sie dabei gerne und werden Ihnen persönliche Lösungen anbieten, die nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mitarbeiter glücklich machen werden.




Tags: Arbeitswelten Großraumbüro Einzelbüro Non-territoriale Büros
Schreibe einen Kommentar