Wissen | März 2024

Ergonomischer Bürostuhl: Ein umfassender Überblick zu Maße, Auswahl & Einstellung

Wenn dreißig Mitarbeitende denselben Bürostuhl erhalten, sitzt meist nur ein Teil davon wirklich ergonomisch.
Die einen kommen mit den Füßen kaum auf den Boden, die anderen finden keine ausreichende Unterstützung im Rücken. Trotzdem gelten viele dieser Modelle als „ergonomisch". Nicht weil sie für alle passen, sondern weil der Begriff rechtlich kaum geschützt ist.

Für Unternehmen wird die Auswahl dadurch schwierig. Welche Eigenschaften sind wirklich relevant? Welche Maße müssen stimmen? Und woran erkennt man, ob ein Stuhl langfristig gesundes Arbeiten unterstützt?

Die Antworten liefert nicht das Marketing der Hersteller, sondern die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Im Leitfaden Bildschirm- und Büroarbeitsplätze hat der Dachverband der Berufsgenossenschaften die wichtigsten Anforderungen an ergonomische Arbeitsplätze zusammengetragen, von der Sitzhöhe bis zur Breite der Armlehnen. Der Leitfaden gehört zum Regelwerk der DGUV und gilt dort als Handlungshilfe. Verbindlich sind seine Vorgaben zwar nicht, in der Praxis orientieren sich jedoch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Ergonomieberater genau an diesen Werten. Wer beurteilen möchte, ob ein ergonomischer Bürostuhl seinen Namen tatsächlich verdient, findet hier die verlässlichste Grundlage.

  

Was einen Bürostuhl ergonomisch macht

Ein Stuhl ist nicht ergonomisch, weil er ein Netzgeflecht hat oder viele Hebel. Ergonomisch wird er dadurch, dass er sich der Person anpasst, die darauf sitzt, und ihre Bewegungen mitmacht.

Daraus ergeben sich drei Anforderungen. Die Sitzhöhe muss sich über einen Bereich verstellen lassen, der für kleine und große Menschen reicht. Die Rückenlehne braucht einen Punkt, an dem sie das Becken stützt, und dieser Punkt muss in der Höhe passen. Und die Mechanik muss der Bewegung des Oberkörpers folgen, statt ihn festzuhalten.

Alles andere ist Ausstattung. Kopfstützen, Lordosenstützen und verstellbare Sitzneigung können sinnvoll sein, ersetzen aber keinen der drei Punkte. Ein Stuhl mit Kopfstütze und fester Sitzhöhe bleibt ein schlechter Stuhl.

Der Arbeitsplatz besteht außerdem nicht nur aus dem Stuhl. Wer den ganzen Tag am Bildschirm sitzt, braucht neben der passenden Sitzhöhe auch eine Beleuchtung im Büro, die weder blendet noch zu dunkel ist.

  

  

Welche Maße ein ergonomischer Bürostuhl einhalten muss

Die DGUV-Tabelle nennt für jedes Maß zwei Werte. Der eine ist das Mindestmaß, der andere der Wert, der ergonomisch sinnvoll ist. Wer einen vorhandenen Stuhl prüfen will, braucht nur einen Zollstock und ein paar Minuten.

Sitzhöhe und Sitztiefe

Die Sitzhöhe stimmt, wenn die Füße flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa einen rechten Winkel bilden. Sitzt jemand zu hoch, hängen die Fersen in der Luft und das Gewicht drückt auf die Oberschenkel. Sitzt jemand zu tief, stehen die Knie über der Hüfte und der untere Rücken rundet sich.

Welche Höhe für einen selbst die richtige ist, hängt nicht an der Körpergröße, sondern an der Länge des Unterschenkels. Große Menschen haben nicht zwangsläufig lange Unterschenkel. Messen lässt sich das im Sitzen auf einer Fläche, bei der die Füße frei hängen, von der Fußsohle bis zur Kniekehle. Zur gemessenen Länge addiert man die Höhe des Schuhabsatzes.

Weil diese Länge von Mensch zu Mensch stark schwankt, muss ein Stuhl einen entsprechenden Bereich abdecken. Die DGUV nennt als Mindestanforderung einen Verstellbereich von 40 bis 51 Zentimetern, empfohlen ist ein noch größerer Bereich bis 53 Zentimeter. Viele Stühle aus dem Möbelhaus decken nur 42 bis 48 Zentimeter ab. Für die kleinsten und die größten Personen im Team reicht das nicht.

Bei der Sitztiefe entscheidet die Länge der Oberschenkel. Sie stimmt, wenn die Rückenlehne das Becken stützt und zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante zwei bis drei Finger Platz bleiben. Die Mindestanforderung liegt bei 40 bis 42 Zentimetern, empfohlen sind 37 bis 47. Ist die Sitzfläche zu tief, rutscht man nach vorn und verliert den Kontakt zur Lehne. Drückt die Vorderkante dagegen in die Kniekehle, staut sich das Blut in den Beinen. Die Sitzbreite spielt die kleinere Rolle, solange sie nicht einschnürt. Mindestens 40 Zentimeter verlangt die Tabelle, empfohlen sind über 45.

Rückenlehne und Armlehnen

Die Rückenlehne soll das Becken abstützen, damit die Wirbelsäule ihre natürliche Krümmung behält. Dieser Abstützpunkt liegt 17 bis 22 Zentimeter über der Sitzfläche, etwa auf Gürtelhöhe, und damit tiefer, als viele beim Kauf annehmen. Sitzt er höher, drückt die Lehne gegen den Brustkorb und der untere Rücken bleibt ungestützt.

Die Oberkante der Lehne liegt mindestens 36 Zentimeter über der Sitzfläche, empfohlen sind über 45. Bei der Breite gilt dasselbe Mindestmaß, empfohlen sind über 40 Zentimeter. Eine schmale, niedrige Lehne stützt nur den Bereich, den sie berührt.

Armlehnen sind richtig eingestellt, wenn die Unterarme locker aufliegen und die Schultern dabei unten bleiben. Das prüft man besser zu zweit, weil man die eigenen Schultern schlecht sieht. Über der Sitzfläche liegen die Lehnen 20 bis 25 Zentimeter hoch, zwischen ihnen bleiben 46 bis 51 Zentimeter frei. Sind sie fest montiert und zu hoch, ziehen die Schultern nach oben und der Nacken verspannt. Lassen sie sich nicht verstellen, ist Abschrauben besser als eine falsche Höhe.

Standsicherheit, Rollen und Polsterung

Diese Punkte zeigt im Möbelhaus niemand, und sie entscheiden trotzdem über Sicherheit und Haltbarkeit.

Die Standsicherheit merkt man beim Zurücklehnen. Wer sich weit zurücklehnt und dabei das Gefühl hat, der Stuhl könnte nach hinten wegkippen, sitzt auf einem Modell mit zu kleinem Fußkreuz. Nach der DGUV-Tabelle liegen zwischen der Drehachse in der Mitte und der äußeren Kippkante mindestens 19,5 Zentimeter. Zugleich darf das Fußkreuz nicht beliebig weit ausladen, damit niemand darüber stolpert. Die Grenze liegt bei 36,5 Zentimetern, mit Lenkrollen bei 41,5.

Die Rollen müssen im unbelasteten Zustand gebremst sein und sich unter Belastung leicht bewegen lassen. Ein Stuhl, der beim Hinsetzen wegrollt, hat die falschen Rollen, und das ist keine Gewöhnungssache.

Bei der Polsterung geht es um die Vorderkante der Sitzfläche. Sie ist gerundet, mit einem Radius zwischen 4 und 12 Zentimetern, damit sie nicht in die Oberschenkel schneidet. Spürbar federn soll die Fläche ebenfalls, mindestens einen Zentimeter tief. Eine Platte mit dünnem Bezug erfüllt das nicht.

  

  

Dynamisches Sitzen: was die Mechanik leisten muss

Dynamisches Sitzen bedeutet, dass die Sitzhaltung häufig wechselt, statt über Stunden dieselbe zu bleiben. Der Stuhl soll diesen Wechsel unterstützen und nicht bei jeder Bewegung gebremst werden.

Dafür sorgt die Synchronmechanik. Sie koppelt Rückenlehne und Sitzfläche so, dass sich beide gemeinsam neigen, die Lehne aber stärker als der Sitz. Das Verhältnis liegt zwischen 1:2 und 1:3, die Lehne bewegt sich also doppelt bis dreimal so weit. Dadurch bleibt der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkeln offen, und der Rücken behält beim Zurücklehnen Kontakt zur Lehne.

Damit das funktioniert, muss der Gegendruck zum Körpergewicht passen. Fast jeder Stuhl hat ein Handrad oder einen Drehknopf unter dem Sitz. Ist er zu schwach eingestellt, kippt man beim Anlehnen nach hinten weg. Ist er zu stark, bewegt sich die Lehne gar nicht, und dann sitzt man wieder starr.

Wer an seinem Stuhl weder ein Handrad noch einen Hebel für die Lehnenspannung findet, hat vermutlich eine reine Wippmechanik. Die neigt Sitz und Lehne im gleichen Winkel und hebt die Fersen vom Boden. Für dauerhafte Bildschirmarbeit ist sie nicht gedacht.

  

Worauf es beim Probesitzen ankommt

Zehn Minuten Probesitzen sagen wenig, weil jeder neue Stuhl zunächst bequem wirkt. Aussagekräftig wird der Test erst, wenn vorher die Sitzhöhe und die Sitztiefe eingestellt wurden. Danach gelten die beiden Prüfungen von oben: Füße flach am Boden und zwei bis drei Finger zwischen Kniekehle und Vorderkante.

Danach lohnt der Blick auf die Verstellbarkeit selbst. Alle Einstellungen müssen im Sitzen erreichbar sein, ohne aufzustehen und ohne Werkzeug. Ein Stuhl, für dessen Sitztiefe man ihn umdrehen muss, wird genau einmal eingestellt und danach nie wieder.

Als Nachweis dient die DIN EN 1335. Diese Produktnorm beschreibt Maße, Sicherheit und Prüfverfahren für Büro-Arbeitsstühle, und Hersteller geben sie im Datenblatt an. Sie ersetzt das Probesitzen nicht, aber sie schließt Modelle aus, die die Grundmaße gar nicht erst einhalten.

Der häufigste Fehler passiert schon davor, nämlich bei der Auswahl nach Katalog. Ein Stuhl kann auf dem Papier alle Werte erfüllen und für die Person, die darauf sitzen soll, trotzdem unpassend sein. Ihre Unterschenkel sind dann kürzer, als der Verstellbereich hergibt. Wer Büromöbel richtig planen will, geht deshalb von den Menschen aus, die daran arbeiten, und nicht vom Katalog.

Wer mehrere Modelle vergleichen will, sitzt sie am besten nacheinander am selben Tisch probe. Im Sortiment an Sitzmöbeln stehen die Bauarten nebeneinander, vom Drehstuhl bis zum Stehhocker.

  

Bürostühle für ein ganzes Team beschaffen

Bei einem einzelnen Stuhl entscheidet die Person, die darauf sitzt. Bei dreißig Stühlen entscheidet der Verstellbereich, denn ein Modell muss für die kleinste und die größte Person im Team taugen. Der geforderte Bereich von 40 bis 51 Zentimetern entscheidet damit über die gesamte Bestellung.

Eine Musterstellung klärt das schneller als jedes Datenblatt. Zwei bis drei Modelle stehen einige Zeit im Betrieb, jeder im Team kann sich daraufsetzen. Was danach übrig bleibt, wird bestellt. Nach der Lieferung kommt der Schritt, der am häufigsten ausfällt. Ein Stuhl im Auslieferungszustand ist auf niemanden eingestellt, und ohne kurze Einweisung sitzt ein Teil der Belegschaft später noch auf den Werkseinstellungen. Zwanzig Minuten pro Team reichen meist aus.

Dazu kommt die Frage der Finanzierung. Neben dem Kauf steht das Leasing zur Wahl. Büroausstattung zu leasen hält den Spielraum offen, solange sich die Fläche in den nächsten Jahren noch verändert.

  

Steelcase bietet mit seinem "Please" die Möglichkeit, die Bewegungen der Wirbelsäule bei jeder Änderung der Sitzposition aufzunehmen. Überzeugend in seiner modernen Machart und einem funktionalen Design mit ergonomischen Elementen.

Der "Gesture" von Steelcase überzeugt durch seine vielfältigen Einstellmöglichkeiten, wie die um 360 Grad verstellbaren Armlehnen und die vorgeformte Rückenlehne. Perfekt für moderne Technologien, fördert er Komfort und Produktivität bei langen Arbeitszeiten.

Vitra präsentiert mit dem "ID Mesh" ein einzigartiges Design, das durch flexible Armlehnen und eine atmungsaktive Rückenlehne überzeugt. Sie unterstützen eine gesunde Sitzhaltung und sorgen für lang anhaltenden Komfort.

  

Den Bürostuhl richtig einstellen

Die Reihenfolge entscheidet, sonst wird zweimal justiert. Zuerst kommt der Tisch, dann der Stuhl, dann die Armlehnen.

Steht die Tischhöhe fest und lässt sich nicht ändern, wird der Stuhl danach ausgerichtet und die Füße bekommen bei Bedarf eine Fußstütze. Ist der Tisch höhenverstellbar, gilt der umgekehrte Weg: erst die Sitzhöhe nach der Unterschenkellänge, dann der Tisch auf Ellenbogenhöhe.

Es folgen Sitztiefe, Lehnenhöhe und zum Schluss die Armlehnen, die auf Tischhöhe liegen sollen. Ganz am Ende stellt man den Gegendruck der Mechanik auf das eigene Gewicht ein.

Im Homeoffice fehlen diese Voraussetzungen oft, denn Esstisch und Küchenstuhl passen weder in der Höhe noch zueinander. Welche Mindestausstattung dort nötig ist, behandelt der Ratgeber zum ergonomischen Einrichten des Homeoffice.

  

5 praktische Tipps für die Auswahl eines ergonomischen Bürostuhls

Ein ergonomischer Bürostuhl lässt sich nicht an einer einzelnen Funktion erkennen. Entscheidend ist, ob er zu den Personen passt, die darauf arbeiten. Diese fünf Punkte helfen bei der Auswahl.

Verstellbereich vor Ausstattung prüfen

Prüfen Sie zuerst den Verstellbereich für Sitzhöhe und Sitztiefe. Ein Stuhl mit Kopfstütze und vielen Zusatzfunktionen hilft wenig, wenn die Sitzhöhe für die Personen im Team nicht ausreicht. Für die meisten Arbeitsplätze sollte der Verstellbereich mindestens die von der DGUV empfohlenen Maße abdecken.

Synchronmechanik statt Wippmechanik wählen

Für längere Bildschirmarbeit ist eine Synchronmechanik sinnvoll. Sie ermöglicht dynamisches Sitzen, weil Rückenlehne und Sitzfläche den Bewegungen des Körpers folgen. Eine einfache Wippmechanik neigt beide Elemente im gleichen Winkel und bietet deutlich weniger Unterstützung.

Die Rückenlehne richtig beurteilen

Wichtig ist nicht die Höhe der Lehne, sondern ob sie das Becken und den unteren Rücken unterstützt. Der ergonomisch relevante Abstützpunkt liegt deutlich tiefer, als viele beim Kauf vermuten.

Vor dem Kauf richtig probesitzen

Ein Probesitzen von wenigen Minuten reicht nicht aus. Stellen Sie Sitzhöhe und Sitztiefe zunächst passend ein und prüfen Sie anschließend, ob die Füße flach auf dem Boden stehen und zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante zwei bis drei Finger Platz bleiben.

Bei mehreren Arbeitsplätzen an das gesamte Team denken

Für Unternehmen zählt nicht die perfekte Einstellung für eine Person, sondern die Spannweite. Der ausgewählte Stuhl sollte sowohl für die kleinsten als auch für die größten Mitarbeitenden geeignet sein. Deshalb entscheidet oft der Verstellbereich über die Qualität einer Beschaffung.

 

  

Unser Fazit

Sitzhöhe, Sitztiefe, Höhe des Abstützpunkts und lichte Weite der Armlehnen entscheiden darüber, ob ein Stuhl passt. Wer diese Werte am vorhandenen Stuhl nachmisst, weiß nach wenigen Minuten, ob sich ein Austausch lohnt.

Für die Auswahl zählt die eigene Unterschenkellänge und nicht die Körpergröße. Im Betrieb zählt der Verstellbereich, den ein Modell für alle abdecken muss. Ein Datenblatt allein reicht nicht, Probesitzen schon.

Beim Ausstatten mehrerer Arbeitsplätze übernehmen wir die Vorauswahl der Modelle, die Musterstellung im Betrieb und die Einweisung nach der Lieferung. In unserem Showroom stehen die Bauarten zum Probesitzen nebeneinander. Für eine Beratung kontaktieren Sie uns gerne.

  

Fragen und Antworten

Was macht einen Bürostuhl ergonomisch?

Ein ergonomischer Bürostuhl lässt sich an den Menschen anpassen, der darauf sitzt, und folgt seiner Bewegung. Dazu gehören eine verstellbare Sitzhöhe, eine Rückenlehne mit passendem Abstützpunkt und eine Mechanik, die den Oberkörper nicht festhält. Ausstattung wie Kopfstützen ersetzt keinen dieser Punkte.

Welche Sitzhöhe ist die richtige?

Die richtige Sitzhöhe ergibt sich aus der Länge des Unterschenkels samt Schuhabsatz, nicht aus der Körpergröße. Sie stimmt, wenn die Füße flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa einen rechten Winkel bilden. Damit das für kleine wie große Menschen möglich ist, soll sich ein Stuhl von 40 bis 51 Zentimetern verstellen lassen.

Wie tief soll die Sitzfläche sein?

Die Sitztiefe stimmt, wenn die Rückenlehne das Becken stützt und zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante zwei bis drei Finger Platz bleiben. Als Mindestmaß gelten 40 bis 42 Zentimeter, empfohlen sind 37 bis 47. Eine zu große Sitztiefe drückt auf die Kniekehlen, eine zu kleine kostet den Kontakt zur Lehne.

Braucht ein Bürostuhl Armlehnen?

Armlehnen entlasten Schultern und Nacken, wenn die Unterarme locker aufliegen und die Schultern unten bleiben. Sie liegen 20 bis 25 Zentimeter über der Sitzfläche, mit 46 bis 51 Zentimetern lichter Weite. Feste Armlehnen in falscher Höhe schaden mehr, als sie nutzen, und lassen sich meist abschrauben.

Was bedeutet dynamisches Sitzen?

Dynamisches Sitzen bedeutet häufigen Haltungswechsel statt stundenlang derselben Position. Der Stuhl unterstützt das über eine Synchronmechanik, bei der sich Lehne und Sitz gemeinsam neigen und die Lehne doppelt bis dreimal so weit. Voraussetzung ist, dass der Gegendruck auf das Körpergewicht eingestellt wurde.

Woran erkenne ich einen guten Bürostuhl?

An vier nachprüfbaren Werten: Verstellbereich der Sitzhöhe, Sitztiefe, Höhe des Abstützpunkts an der Lehne und lichte Weite der Armlehnen. Dazu kommen Standsicherheit und gebremste Rollen im unbelasteten Zustand. Die DIN EN 1335 im Datenblatt zeigt, dass die Grundmaße geprüft wurden.

Wie finde ich den richtigen Bürostuhl für mehrere Mitarbeitende?

Für einzelne Personen kann ein Bürostuhl individuell ausgewählt werden. Bei der Ausstattung eines Teams entscheidet der Verstellbereich. Ein ergonomischer Bürostuhl sollte sowohl für kleinere als auch für größere Mitarbeitende geeignet sein. Deshalb sind Sitzhöhe, Sitztiefe und Armlehnenverstellung wichtiger als zusätzliche Komfortfunktionen.

Reicht ein ergonomischer Bürostuhl gegen Rückenschmerzen?

Nicht immer. Ein ergonomischer Bürostuhl unterstützt eine gesunde Sitzhaltung, kann aber einen schlecht eingerichteten Arbeitsplatz nicht vollständig ausgleichen. Für ergonomisches Arbeiten spielen auch Tischhöhe, Bildschirmposition, Bürobeleuchtung und regelmäßige Bewegung eine wichtige Rolle.

Wann sollte ein Bürostuhl ausgetauscht werden?

Ein Austausch lohnt, sobald sich Sitzhöhe, Sitztiefe oder Lehnenhöhe nicht mehr einstellen lassen oder die Gasfeder absackt. Auch ein durchgesessenes Polster ohne spürbare Federung ist ein Grund. Beides lässt sich bei hochwertigen Modellen oft reparieren, was günstiger ist als ein neuer Stuhl.

Wo kann man ergonomische Bürostühle in Berlin testen?

Ein ergonomischer Bürostuhl sollte immer Probe gesessen werden. Entscheidend sind nicht nur die technischen Daten, sondern auch, wie gut Sitzhöhe, Sitztiefe, Rückenlehne und Armlehnen zur jeweiligen Person passen. Im Raumhaus Showroom in Berlin können Unternehmen verschiedene Bürostuhlmodelle direkt miteinander vergleichen und unter realistischen Bedingungen testen.

  

 

Wir sind für Sie da.

(030) 21 50 97-55
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Kommen Sie gern in unserem Showroom vorbei auf über 1.200 m² Ausstellungsfläche.

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Fotos in diesem Beitrag: Interstuhl, Steelcase, Vitra.

 

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