Großraumbüro mit klar gegliederten Arbeits- und Kommunikationszonen, raumteilenden Regalen und modernen Arbeitsplätzen als Beispiel für eine durchdachte Zonenplanung im offenen Büro.

Wissen | September 2026

Großraumbüro gestalten: Vom Grundriss zur fertigen Zonenplanung

Wie gestaltet man ein Großraumbüro so, dass Zusammenarbeit gefördert wird, ohne Konzentration und Produktivität zu beeinträchtigen? Genau darin liegt die Herausforderung moderner Open-Space-Büros. Offene Arbeitsflächen schaffen kurze Wege und erleichtern den Austausch zwischen Teams, stellen Unternehmen aber gleichzeitig vor Fragen zur Akustik, Flächennutzung, Beleuchtung und Zonierung.

Wer ein Großraumbüro gestalten möchte, benötigt mehr als eine attraktive Möblierung. Entscheidend sind eine fundierte Flächenplanung, klar definierte Arbeitszonen und die richtigen Rahmenbedingungen für unterschiedliche Tätigkeiten. Dazu zählen Bereiche für konzentriertes Arbeiten, Kommunikation, Besprechungen und hybride Zusammenarbeit.

Die Grundlage dafür liefern die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR). Sie definieren unter anderem den Flächenbedarf von Arbeitsplätzen, Anforderungen an Verkehrswege sowie die notwendige Beleuchtung. Auf dieser Basis entsteht eine durchdachte Zonenplanung, die den vorhandenen Raum optimal nutzt.

Warum viele Großraumbüros nicht mehr zur Arbeitsweise passen

Ein Großraumbüro passt nicht mehr zur Arbeitsweise, sobald die Fläche anders genutzt wird, als sie geplant wurde. Fünf Anzeichen zeigen das, und alle fünf lassen sich an einem gewöhnlichen Dienstag beobachten.

  • Leere Schreibtische: Ein Drittel der Plätze bleibt frei, weil ein Teil des Teams zu Hause arbeitet. Sind alle im Haus, fehlt trotzdem Platz.
  • Volle Besprechungsräume: Die beiden Besprechungsräume sind ab neun Uhr belegt, häufig von zwei Personen, die nur einen ruhigen Ort für ein Gespräch suchen.
  • Spontane Teams-Calls: Videogespräche finden am offenen Arbeitsplatz statt, weil es keinen anderen Ort dafür gibt. Die Nachbarn hören mit und kommen selbst nicht zum Arbeiten.
  • Hybride Anwesenheit: Montags und freitags ist die Fläche halb leer, dienstags bis donnerstags reicht sie nicht aus. Für keinen der beiden Fälle ist sie richtig bemessen.
  • Fehlende Rückzugsorte: Für ein vertrauliches Gespräch oder zwei Stunden konzentrierte Arbeit gibt es keinen Platz. Beschäftigte weichen in den Flur, in die Küche oder ins Homeoffice aus.

Jedes dieser Anzeichen ist ein Symptom. Die Ursache ist eine Aufteilung, die von gleicher Arbeit an gleichen Tischen ausgeht, also ein Büro, das nicht mehr zur Nutzung passt. Hybrides Arbeiten verschärft das, weil die Anwesenheit von Tag zu Tag schwankt und die Fläche an keinem Tag zur Belegung passt. Für die Gestaltung eines Großraumbüros folgt daraus ein Grundsatz: Geplant wird von der Nutzung her, nicht vom Bestuhlungsplan.

 

Was ein modernes Großraumbüro von klassischen Großraumbüros unterscheidet

Moderne Großraumbüros folgen einer anderen Logik als die klassischen Großraumflächen der Vergangenheit. Statt Reihen gleichartiger Arbeitsplätze stehen heute unterschiedliche Tätigkeiten und Nutzungsformen im Mittelpunkt.

Früher

Heute

Tischreihen über die ganze Fläche

Zonen für unterschiedliche Tätigkeiten

Gleiche Arbeit an jedem Platz

Konzentration, Austausch, Besprechung und Rückzug nebeneinander

Jeder Platz an jedem Tag besetzt

Hybride Nutzung mit schwankender Belegung

 

Diese Werte sind Mindestanforderungen. In der Praxis wird häufig höher geplant, etwa bei dunklen Oberflächen, ungünstiger Raumgeometrie oder einer älteren Belegschaft, da der Lichtbedarf mit dem Alter steigt.

Wichtig ist außerdem der Unterschied zwischen Neuzustand und Dauerbetrieb. Die genannten Zahlen sind sogenannte Wartungswerte. Sie müssen also über die gesamte Lebensdauer der Anlage erreicht werden. Eine neue Beleuchtung wird deshalb anfangs höher ausgelegt, um Alterung der Leuchtmittel und Verschmutzung auszugleichen.

Ob die Vorgaben eingehalten werden, lässt sich mit einem Luxmeter direkt am Arbeitsplatz prüfen. Gemessen wird auf der tatsächlichen Arbeitsfläche, nicht an der Decke. Entscheidend ist, wie viel Licht dort ankommt, wo gearbeitet wird.

Großraumbüro mit flexiblen Arbeitsbereichen, Teamtischen und Rückzugszonen für eine strukturierte Zonenplanung.
Großraumbüro mit Akustikkabine, Arbeitsplatz und Stauraumlösungen für eine effektive Zonenplanung.
Großraumbüro mit abgeschirmten Einzelarbeitsplätzen und Kommunikationsbereich für flexible Zonenplanung.
Empfangsbereich mit weißer Empfangstheke, großem Firmenlogo an begrünter Wand und offenem Zugangsbereich zu Besprechungsräumen.

  

Die Reihenfolge der Planung

Ein Großraumbüro wird in vier Schritten geplant: messen, rechnen, zonieren, möblieren. Die Reihenfolge ist keine Formsache, sondern entscheidet darüber, ob die Fläche später funktioniert. Wer mit Möbeln beginnt, plant für eine Nutzung, die noch nicht feststeht. Wer zuerst die Nutzung analysiert, kann die Fläche gezielt darauf ausrichten. Das entspricht auch dem Grundsatz moderner Arbeitswelten: Geplant wird von den Tätigkeiten aus und nicht von der Möblierung.

Wer mit den Möbeln beginnt, bestellt für eine Aufteilung, die noch nicht feststeht. Die Tische werden geliefert, danach wird die Zonierung entworfen und erst dann zeigt sich, dass die Konzentrationszone an die Fensterseite gehört. Dort stehen jedoch bereits die Teamarbeitsplätze. Die Folge sind Umstellungen, Nachbestellungen und Flächen, die nicht zur tatsächlichen Nutzung passen.

Messen

Zuerst wird die nutzbare Grundfläche aufgenommen. Dazu gehören nicht nur Länge und Breite des Raums, sondern auch Raumhöhe, Fenster, Türen, Stützen, Bodentanks und technische Anschlüsse. Ein Grundriss vom Vermieter liefert dafür eine Grundlage, ersetzt das Aufmaß vor Ort aber nicht.

Rechnen

Anschließend wird die Fläche gegen die Anforderungen des Regelwerks geprüft. Daraus ergibt sich, wie viele Arbeitsplätze die Fläche tatsächlich aufnehmen kann und welcher Anteil für Wege, Besprechungszonen, Rückzugsorte und weitere Funktionen benötigt wird.

Zonieren

Erst danach werden Konzentrationsbereiche, Rückzugsorte, Austauschflächen und Besprechungszonen auf dem Grundriss angeordnet. Jede Tätigkeit erhält ihren Platz, bevor über konkrete Möbel entschieden wird. Dieser Schritt bildet die Grundlage für ein Büro, das unterschiedliche Arbeitsweisen unterstützt.

Möblieren

Erst jetzt folgt die Auswahl der Einrichtung. Die Möblierung richtet sich nach der Nutzung der jeweiligen Zone und nicht umgekehrt. Ein Großraumbüro ist deshalb zunächst eine Planungs- und Flächenaufgabe. Die Möblierung folgt als letzter Schritt.

Offene Bürofläche mit flexiblen Arbeitsplätzen für Zusammenarbeit und konzentriertes Arbeiten.
Großraumbüro mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen für Zusammenarbeit und konzentriertes Arbeiten.

  

Wie sich ein Großraumbüro in Zonen gestalten lässt

Zonen ordnen jeder Tätigkeit einen Ort auf der Fläche zu. Für ein Großraumbüro reichen vier: Konzentration, Rückzug, Austausch und Besprechung. Die Regel für ihre Anordnung ist einfach. Laute Zonen liegen an den Verkehrswegen und am Eingang, leise Zonen an den Enden der Fläche, und dazwischen liegt Abstand oder eine Abtrennung.

Konzentrationszonen und Rückzug

Die Konzentrationszone nimmt die Arbeitsplätze auf, an denen den größten Teil des Tages allein und konzentriert gearbeitet wird. Die ASR A3.7 Lärm unterscheidet dafür zwei Tätigkeitskategorien. Für Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die Konzentration darf der Beurteilungspegel, also der über die Arbeitszeit gemittelte Schallpegel, 55 dB(A) nicht überschreiten. Für gewöhnliche Büroarbeit liegt die Grenze bei 70 dB(A). Auf einer offenen Fläche ist der niedrigere Wert nur mit Abstand und Abschirmung zu halten. Die Zone gehört deshalb an das Ende der Fläche, das am wenigsten durchlaufen wird, weit weg von Eingang, Küche und Besprechungszonen.

Die Abschirmung übernehmen Trennwände, die zwischen den Tischgruppen stehen und zugleich Schall aufnehmen. Eine Stellwand ohne absorbierende Oberfläche wirft den Schall zurück und macht die Zone nicht leiser. Wie viel Abschirmung eine Fläche braucht, hängt an der Grundsatzfrage Open Space oder Einzelbüro, und die wird vor der Zonierung entschieden, nicht danach.

Der Rückzugsort ist etwas anderes als die Konzentrationszone. Er ist ein geschlossener Raum für eine oder zwei Personen, als Raum-in-Raum-System oder als Telefonbox auf der Fläche. Dort finden Videogespräche, vertrauliche Telefonate und die zwei Stunden statt, in denen niemand stören darf. Diese Orte holen die Teams-Calls von der offenen Fläche. Wie viele es braucht, zeigt die Zählung: Wer notiert, wie oft am Tag jemand mit dem Laptop in den Flur geht, hat die Zahl.

Austausch- und Besprechungszonen

Kurzbesprechungen brauchen andere Möbel als Konzentrationsarbeit. Zwei bis vier Personen, zehn Minuten, im Stehen an einem Stehtisch mit Whiteboard, das ist die Austauschzone. Sie liegt in der Nähe der Teamflächen und am Verkehrsweg, aber nicht in ihm. Ein Stehtisch, der den Hauptweg auf 1,00 m verengt, ist ein Fehler, auch wenn er richtig genutzt wird.

Die Besprechungszone nimmt Gespräche von vier bis acht Personen auf, mit Tisch, Stühlen und Bildschirm, und sie ist gegen die Fläche abgetrennt. Eine offene Sitzgruppe in der Mitte des Großraumbüros ist keine Besprechungszone. Sie ist eine Lärmquelle mit Sicht auf alle Bildschirme. Abgetrennt wird mit Trennwänden, Stauraummöbeln in Raumhöhe oder einem Raum-in-Raum-System. Akustikpaneele an Decke und Wänden der Zone halten den Schall dort, wo er entsteht.

Beleuchtung und Akustik

Ein Bildschirmarbeitsplatz braucht 500 Lux, und das gilt im Großraumbüro für jeden Tisch auf der Fläche. Die ASR A3.4 Beleuchtung nennt 500 Lux für Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung, 300 Lux für Ablegen und Kopieren, 200 Lux für Pausenräume und 50 Lux für Verkehrsflächen. Um einen Arbeitsplatz mit 500 Lux herum verlangt sie zusätzlich einen Umgebungsbereich mit im Mittel mindestens 300 Lux.

Im Zellenbüro lässt sich jeder Raum einzeln beleuchten. Im Großraumbüro liegen dagegen alle Arbeitsplätze auf einer gemeinsamen Fläche. Die Beleuchtung muss deshalb die Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze sowohl an der Fensterfront als auch in der Raumtiefe erfüllen.

Für die Planung hat das eine direkte Folge: Konzentrationsarbeitsplätze liegen idealerweise in den Tageslichtzonen am Fenster, während Austausch- und Besprechungsbereiche auch in der Raumtiefe funktionieren. Eine Deckenbeleuchtung, die die gesamte Fläche gleichmäßig auf ein mittleres Niveau bringt, reicht dafür meist nicht aus. Stattdessen folgt die Beleuchtung der Nutzung der einzelnen Zonen. Was sonst für die Beleuchtung am Arbeitsplatz gilt, gilt auch im Großraumbüro: Bildschirmarbeitsplätze brauchen ausreichendes Licht ohne Blendung oder Spiegelungen.

Ähnlich verhält es sich bei der Akustik. Auch sie wird nicht für den Raum als Ganzes geplant, sondern für die Tätigkeiten, die in den einzelnen Zonen stattfinden. Konzentration stellt andere Anforderungen als Austausch oder Besprechung.

Das größte Problem großer offener Flächen ist der Nachhall. Harte Böden, Glasfronten und eine offene Betondecke tragen jedes Gespräch über die ganze Fläche. Die ASR A3.7 nennt für Mehrpersonenbüros eine Nachhallzeit von 0,6 Sekunden, für Ein- und Zweipersonenbüros 0,8 Sekunden. Der Wert beschreibt, wie lange ein Geräusch im Raum nachklingt, und er ist im Großraumbüro ohne Absorber nicht zu erreichen.

Die erste Maßnahme ist deshalb die Decke, weil sie die größte Fläche bietet: Absorber als abgehängte Segel oder Baffeln über den Tischgruppen. Danach kommen Teppich, Trennwände mit absorbierender Oberfläche und Polstermöbel in den Zonen, in denen gesprochen wird. Welche Absorberfläche ein konkreter Raum für den Schallschutz im Büro braucht, ergibt sich aus seiner Geometrie und nicht aus dem Katalog.

Großraumbüro mit Besprechungskabinen, Lounge-Bereich und Rückzugszonen für flexible Arbeitswelten.
Moderne Bürofläche mit Meetingzone und offenen Arbeitsbereichen für unterschiedliche Arbeitsaufgaben.

Was zuletzt möbliert wird

Nicht jeder Arbeitsplatz braucht denselben Tisch. Die Möblierung leitet sich aus der Tätigkeit ab, die in der jeweiligen Zone stattfindet, und deshalb steht sie am Ende der Planung. Wer 30 gleiche Tische bestellt, richtet 30 Plätze für dieselbe Tätigkeit ein und keinen einzigen für die drei anderen.

Vier Arbeitsplatztypen zeigen den Unterschied. Der Fokusarbeitsplatz ist ein Einzelplatz mit Sichtschutz, Abstand zum Verkehrsweg und einem höhenverstellbaren Tisch für Arbeit über Stunden. Der Teamarbeitsplatz ist eine Tischgruppe zu viert oder sechst mit gemeinsamer Ablage, an der sich das Team sieht und kurz abstimmt. Der Projekttisch ist ein einzelner großer Tisch mit Bildschirm und Whiteboard für wechselnde Besetzung, ohne feste Plätze. Die Kurzbesprechung braucht keinen Arbeitstisch, sondern einen Stehtisch oder eine kleine Sitzgruppe, die niemandem zugeordnet ist.

Arbeitsplatztyp

Tätigkeit

Möblierung

Fokusarbeitsplatz

Einzelarbeit über Stunden

Einzeltisch, höhenverstellbar, Sichtschutz, Abstand zum Weg

Teamarbeitsplatz

Arbeit im festen Team mit kurzen Absprachen

Tischgruppe zu viert oder sechst, gemeinsame Ablage

Projekttisch

Wechselnde Besetzung an einem Vorhaben

Großer Tisch, Bildschirm, Whiteboard, keine festen Plätze

Kurzbesprechung

Zehn Minuten zu zweit bis viert

Stehtisch oder kleine Sitzgruppe, ohne Zuordnung

 

Wie viele Plätze von jedem Typ gebraucht werden, ergibt die Erhebung der Tätigkeiten. Diese Zahl steht in der Bestellung, nicht die Kopfzahl. Ein Team von 40 Personen mit hybrider Anwesenheit kommt dann beispielsweise auf 24 Fokus- und Teamplätze, zwei Projekttische und drei Stehtische. Niemand steht ohne Platz da.

Steht die künftige Nutzung noch nicht fest, weil das Unternehmen wächst oder die Anwesenheitsregel gerade eingeführt wird, lässt sich die Fläche zunächst mit Mietmöbeln einrichten. Nach einem halben Jahr zeigt die Nutzung, welche Typen fehlen und welche zu viel sind. Erst dann wird gekauft.

  

Die häufigsten Fehler bei der Gestaltung eines Großraumbüros

Die meisten Fehler entstehen aus der falschen Reihenfolge. Diese fünf kommen am häufigsten vor, und jeder lässt sich mit einem Kapitel dieses Beitrags verhindern.

  1. Zuerst Möbel kaufen: Die Tische stehen, bevor die Zonen feststehen, und werden umgestellt, sobald sie feststehen. Die Reihenfolge messen, rechnen, zonieren, möblieren verhindert das.
  2. Keine Rückzugsorte einplanen: Ohne geschlossene Räume für Videocalls und vertrauliche Gespräche finden beide am offenen Arbeitsplatz statt. Die Konzentrationszone hält dann ihre 55 dB(A) nicht. Rückzugsorte gehören in die Zonenplanung, nicht in die Nachbestellung.
  3. Verkehrswege zustellen: Ein Hauptweg für 30 Personen braucht 1,20 m nach ASR A1.8. Ein Stehtisch, ein Drucker oder eine versetzte Tischreihe machen daraus 1,00 m. Wege werden zuerst eingezeichnet und danach freigehalten.
  4. Zu viele Arbeitsplätze auf einer Fläche: Wer mit 8 m² je Platz rechnet, verwechselt die Untergrenze der ASR A1.2 mit dem Planungswert von 12 bis 15 m² im Großraumbüro. Das Ergebnis ist eine Fläche, auf der sich die Bewegungsflächen überschneiden.
  5. Besprechungszonen vergessen: Die Fläche ist voller Schreibtische, und jedes Gespräch zu dritt wandert in einen der zwei Besprechungsräume. Deshalb sind sie ab neun Uhr belegt. Austausch- und Besprechungszonen brauchen ihren Anteil an der Fläche, und er wird beim Rechnen abgezogen, nicht beim Möblieren gesucht.

Worum es bei der Gestaltung eines Großraumbüros wirklich geht

Das Ziel eines Großraumbüros ist nicht, möglichst viele Arbeitsplätze auf einer Fläche unterzubringen. Ziel ist es, unterschiedliche Arbeitsformen so zu organisieren, dass sie sich gegenseitig nicht behindern. Konzentration braucht andere Bedingungen als Austausch, ein Videocall andere als eine Besprechung mit acht Personen.

Deshalb beginnt die Planung nicht bei Tischen und Stühlen, sondern bei den Tätigkeiten. Erst wenn klar ist, welche Arbeit auf der Fläche stattfindet, lässt sich entscheiden, wie viel Raum für Arbeitsplätze, Rückzugsorte, Besprechungen und Austausch benötigt wird. Genau darin unterscheidet sich ein modernes Großraumbüro von einer Fläche, auf der lediglich viele Schreibtische nebeneinanderstehen.

  

Unser Fazit

Ein Großraumbüro funktioniert nicht deshalb gut, weil viele Arbeitsplätze auf einer Fläche stehen. Es funktioniert, wenn unterschiedliche Tätigkeiten den Raum bekommen, den sie benötigen. Konzentration, Austausch, Besprechungen und Videocalls stellen unterschiedliche Anforderungen an Fläche, Akustik, Beleuchtung und Möblierung. Werden sie gleich behandelt, entstehen die typischen Probleme offener Bürolandschaften: überlastete Besprechungsräume, spontane Teams-Calls am Arbeitsplatz und fehlende Rückzugsmöglichkeiten

Deshalb beginnt die Planung nicht mit Schreibtischen und Möbelkatalogen, sondern mit der Nutzung der Fläche. Erst wenn klar ist, welche Tätigkeiten stattfinden und wie viele Personen gleichzeitig anwesend sind, lässt sich entscheiden, wie die Fläche aufgeteilt werden sollte. Aus dieser Analyse ergeben sich die Zahl der Arbeitsplätze, die Anordnung der Zonen und die passende Möblierung.

Die technischen Anforderungen sind dabei keine Gestaltungsfrage. Verkehrswege, Bewegungsflächen, Beleuchtung und Akustik setzen den Rahmen, innerhalb dessen die Planung funktioniert. Ob eine bestehende Fläche dafür geeignet ist, lässt sich häufig bereits mit einem Grundriss, einer Begehung und einigen Tagen Beobachtung der tatsächlichen Nutzung prüfen.

Bei der Büroplanung in Berlin unterstützt Raumhaus Unternehmen dabei, Flächen nach ihrer tatsächlichen Nutzung zu organisieren. Von der Flächenanalyse über die Zonierung bis zur Umsetzung entsteht so ein Großraumbüro, das sich an den Arbeitsweisen orientiert und nicht an der Zahl der Schreibtische.

 

Fragen und Antworten

Was ist ein Großraumbüro?

Ein Großraumbüro ist eine offene Arbeitsumgebung, in der mehrere Teams oder Mitarbeitende auf einer zusammenhängenden Fläche arbeiten. Moderne Großraumbüros verbinden offene Arbeitsbereiche mit Rückzugsorten, Besprechungszonen und Akustiklösungen, um Zusammenarbeit und konzentriertes Arbeiten gleichermaßen zu ermöglichen.

Welche Vorteile bietet ein Großraumbüro?

Ein Großraumbüro fördert Kommunikation, Wissensaustausch und Zusammenarbeit. Teams können sich schneller abstimmen und Büroflächen flexibler nutzen. Moderne Open-Space-Konzepte schaffen zusätzlich unterschiedliche Arbeitsbereiche für Konzentration, Meetings und kreative Zusammenarbeit.

Welche Herausforderungen gibt es im Großraumbüro?

Zu den häufigsten Herausforderungen zählen Geräuschbelastung, Ablenkungen und fehlende Rückzugsmöglichkeiten. Eine durchdachte Büroplanung mit Akustiklösungen, Zonierung und flexiblen Besprechungsbereichen hilft dabei, diese Herausforderungen zu reduzieren.

Wie viel Fläche benötigt ein Arbeitsplatz im Großraumbüro?

Die benötigte Fläche hängt von Arbeitsweise, Möblierung und den ergänzenden Bürozonen ab. Neben dem eigentlichen Arbeitsplatz sollten ausreichend Bewegungsflächen, Besprechungsbereiche und Kommunikationszonen eingeplant werden, um eine komfortable Nutzung zu ermöglichen.

Welche Bereiche sollte ein modernes Großraumbüro haben?

Ein modernes Großraumbüro benötigt verschiedene Arbeitszonen. Dazu gehören Fokusbereiche für konzentriertes Arbeiten, Kommunikationszonen für den Austausch, Besprechungsräume, Rückzugsorte für Videocalls sowie Aufenthaltsbereiche für informelle Begegnungen.

Wie verbessert man die Akustik in einem Großraumbüro?

Die Akustik lässt sich durch Akustikdecken, Teppiche, Trennwände, Akustikpaneele und schallabsorbierende Möbel verbessern. Besonders wirksam ist eine Kombination aus akustischer Optimierung und einer klaren Trennung von lauten und ruhigen Arbeitsbereichen.

Wie schafft man mehr Konzentration im Open Space?

Konzentration entsteht durch eine ausgewogene Mischung aus offenen Arbeitsbereichen und Rückzugsmöglichkeiten. Fokuszonen, Telefonboxen, Ruheräume und gute Akustik helfen dabei, Ablenkungen zu reduzieren und konzentriertes Arbeiten zu unterstützen.

Welche Beleuchtung eignet sich für Großraumbüros?

Großraumbüros profitieren von einer gleichmäßigen, blendfreien Beleuchtung. Eine Kombination aus Tageslicht, direkter Arbeitsplatzbeleuchtung und indirekten Lichtquellen sorgt für angenehme Lichtverhältnisse und unterstützt unterschiedliche Arbeitsaufgaben.

Wie lassen sich Großraumbüros produktiver gestalten?

Produktive Großraumbüros bieten die passende Umgebung für unterschiedliche Tätigkeiten. Flexible Arbeitsbereiche, gute Akustik, ergonomische Arbeitsplätze sowie Besprechungs- und Rückzugszonen schaffen optimale Bedingungen für Zusammenarbeit und Fokus.

Welche Rolle spielen Trennwände im Großraumbüro?

Trennwände strukturieren offene Büroflächen und reduzieren visuelle sowie akustische Ablenkungen. Mobile Raumteiler und Akustiktrennwände helfen dabei, Arbeitszonen flexibel voneinander abzugrenzen.

Sind Großraumbüros noch zeitgemäß?

Ja. Moderne Großraumbüros unterscheiden sich deutlich von klassischen Open Spaces. Sie kombinieren offene Arbeitsbereiche mit Akustiklösungen, Rückzugsorten und flexiblen Besprechungszonen und unterstützen damit die Anforderungen moderner Arbeitswelten.

  

 

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