Im Portrait: Specialist Interior Designerin Celia Amissah
Kreativität, Funktionalität und ein gutes Gespür für die Bedürfnisse von Menschen bilden die Grundlage einer gelungenen Arbeitswelt. Celia bringt diese Perspektiven in der Planungsabteilung von Raumhaus zusammen. Mit ihrem Hintergrund in Produktdesign und Innenarchitektur begleitet sie Projekte von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Dabei entwickelt sie Räume, die nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch Identität schaffen, das Wohlbefinden fördern und Menschen miteinander verbinden.
Wer bist du und welche drei Eigenschaften beschreiben dich als Person?
Ich bin eine kreative, ehrliche und selbstbewusste Berlinerin. Kreativität begleitet mich sowohl im beruflichen als auch im privaten Alltag und zeigt sich besonders in meiner Begeisterung für Gestaltung und handwerkliche Projekte. Ehrlichkeit ist für mich eine wichtige Grundlage für einen offenen und vertrauensvollen Umgang mit anderen Menschen. Gleichzeitig hilft mir mein Selbstbewusstsein dabei, meine Ideen und Perspektiven einzubringen, Entscheidungen zu treffen und neuen Herausforderungen mit einer klaren Haltung zu begegnen.
Was hast du vor deiner Zeit bei Raumhaus gemacht und wie bist du zur Planung von Arbeitswelten gekommen?
Zu Beginn meiner gestalterischen Laufbahn absolvierte ich eine Ausbildung im Bereich Produktdesign. Während dieser Zeit entdeckte ich meine Leidenschaft für Design und Architektur und setzte mich intensiv mit Formen, Materialien, Funktionen und der Wirkung von Gestaltung auseinander.
Anschließend vertiefte ich mein Wissen durch ein Studium der Innenarchitektur. Dabei konnte ich meinen Blick vom einzelnen Produkt auf ganzheitliche Raumkonzepte erweitern und lernen, wie Architektur, Einrichtung und Nutzung miteinander zusammenspielen.
Meine ersten beruflichen Erfahrungen sammelte ich in einem Architekturbüro, in dem ich an verschiedenen Projekten im Bereich der Büroplanung mitwirkte. Dort erhielt ich wertvolle Einblicke in die Entwicklung funktionaler und gestalterischer Lösungen für unterschiedliche Arbeitsweisen und Anforderungen.
Mit diesem fachlichen Hintergrund und meinen bisherigen Erfahrungen führte mich mein Weg schließlich zu Raumhaus. Hier kann ich meine Begeisterung für die Gestaltung moderner Arbeitswelten weiterentwickeln, eigene Ideen einbringen und an vielseitigen Projekten mitwirken.
Was macht dir außerhalb der Arbeit besonders viel Freude und wobei kannst du am besten abschalten?
In meiner Freizeit verbringe ich besonders gerne Zeit in den Bergen und gehe leidenschaftlich gerne wandern. Die Natur, die Bewegung und der Abstand zum Alltag helfen mir dabei, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu sammeln.
Außerdem koche ich gerne für Freunde und Familie und genieße die gemeinsamen Momente in guter Gesellschaft. Dabei geht es für mich nicht nur um das Essen, sondern vor allem um die Zeit miteinander und den persönlichen Austausch.
Auch kreative und handwerkliche Projekte begeistern mich sehr. Hier kann ich eigene Ideen entwickeln, mit unterschiedlichen Materialien arbeiten und am Ende sehen, wie aus einem ersten Gedanken etwas Konkretes entsteht. Diese Freude am Gestalten verbindet meine persönlichen Interessen mit dem, was mich auch beruflich antreibt.
Was begeistert dich an deiner Arbeit im Interior Design Team bei Raumhaus besonders?
Besonders schätze ich die enge Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen innerhalb und außerhalb der Raumhaus-Teams. In der Planung kommen verschiedene Perspektiven, Kompetenzen und Anforderungen zusammen. Der regelmäßige Austausch ist deshalb ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit und trägt dazu bei, gemeinsam passende Lösungen zu entwickeln.
Mich begeistert es, Projekte von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung begleiten zu können und dabei Teil des gesamten Prozesses zu sein. So kann ich miterleben, wie aus ersten Überlegungen und Konzepten nach und nach eine konkrete Arbeitswelt entsteht.
Außerdem bietet mir meine Tätigkeit die Möglichkeit, mein Wissen rund um Möbel, Design und moderne Arbeitswelten kontinuierlich zu erweitern. Jedes Projekt bringt neue Aufgaben und Anforderungen mit sich. Dadurch kann ich mich fachlich und persönlich weiterentwickeln und immer wieder neue Impulse für meine Arbeit gewinnen.
Wie entsteht aus den ersten Ideen und Anforderungen Schritt für Schritt eine konkrete Arbeitswelt?
Am Anfang jeder Planung stehen die Menschen, die den Raum später nutzen werden. Deshalb geht es zunächst darum, ihre Anforderungen, Arbeitsweisen und Bedürfnisse genau zu verstehen. In Gesprächen und Workshops werden Ziele, Wünsche und funktionale Anforderungen herausgearbeitet und in ein erstes Konzept übersetzt.
Darauf aufbauend entsteht Schritt für Schritt eine räumliche Vision. Arbeitsabläufe, Kommunikationswege und verschiedene Nutzungsbereiche werden analysiert und in ein stimmiges Raumkonzept überführt. Dabei spielen sowohl funktionale Aspekte wie Ergonomie, Akustik und Flexibilität als auch die gewünschte Atmosphäre und die Identität des Unternehmens eine entscheidende Rolle.
Aus ersten Ideen und Skizzen entwickeln sich konkrete Grundrisse, Material- und Einrichtungskonzepte sowie ein ganzheitliches Gestaltungskonzept. Jeder Baustein wird sorgfältig auf die anderen Elemente abgestimmt. Farben, Materialien, Möbel und räumliche Strukturen sollen am Ende ein harmonisches Gesamtbild ergeben.
Das Ziel ist eine Arbeitswelt, die nicht nur effizient funktioniert, sondern auch inspiriert und das Wohlbefinden der Menschen fördert. Die Gestaltung soll unterschiedliche Tätigkeiten ermöglichen, Kommunikation und Rückzug gleichermaßen berücksichtigen und den individuellen Anforderungen des Unternehmens gerecht werden.
Für mich ist dieser Prozess besonders spannend, weil aus vielen einzelnen Anforderungen nach und nach ein Ort mit eigenem Charakter entsteht. Ein Ort, der die Unternehmenskultur widerspiegelt, Menschen zusammenbringt und den Arbeitsalltag positiv beeinflusst. So wird aus einer ersten Idee eine Arbeitswelt, die Identität schafft und in der man gerne arbeitet.
Was ist dir bei der Planung von Räumen besonders wichtig?
Mir ist ein funktionales und stimmiges Gestaltungskonzept besonders wichtig. Räume sollten nicht nur optisch überzeugen, sondern auch den Bedürfnissen ihrer Nutzerinnen und Nutzer gerecht werden. Deshalb steht bei jeder Planung die Frage im Mittelpunkt, wie der Raum im Alltag genutzt wird und welche Funktionen er erfüllen soll.
Durch den gezielten Einsatz von Farben, Materialien und Oberflächen entsteht eine harmonische Atmosphäre, die Identität schafft und das Gesamtkonzept unterstützt. Diese gestalterischen Elemente beeinflussen maßgeblich, wie ein Raum wahrgenommen wird und wie wohl sich Menschen darin fühlen.
Dabei lege ich großen Wert darauf, Ästhetik und Funktionalität miteinander in Einklang zu bringen. Eine gelungene Raumplanung verbindet beide Aspekte zu einem ganzheitlichen Konzept, das sowohl gestalterisch als auch im täglichen Gebrauch überzeugt.
Gab es ein Projekt oder einen Moment bei Raumhaus, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ein Projekt ist mir besonders in Erinnerung geblieben. In enger Zusammenarbeit mit Dorothee durfte ich an einer Ausschreibung mitwirken. Ziel des Projekts war es, in einem Bestandsgebäude moderne und zukunftsfähige Büroflächen zu entwickeln.
Gemeinsam haben wir eine zeitgemäße Bürolandschaft mit einem durchdachten Gestaltungskonzept und einem bewussten Einsatz von Farbe entworfen. Dabei konnten wir die Anforderungen des Projekts optimal umsetzen und kreative Lösungen entwickeln.
Besonders spannend war für mich die Aufgabe, die vorhandenen räumlichen Gegebenheiten mit neuen Ideen und den Anforderungen an eine moderne Arbeitswelt zu verbinden. Das Projekt hat gezeigt, welches Potenzial in Bestandsgebäuden steckt und wie durch eine sorgfältige Planung zukunftsfähige Arbeitsbereiche entstehen können.
Was bedeutet „Arbeitsraum ist Motivation“ aus Sicht einer Planerin für dich?
Für mich bedeutet „Arbeitsraum ist Motivation“, Räume zu schaffen, die Funktionalität, Ergonomie und Ästhetik harmonisch miteinander verbinden. Ein gut geplanter Arbeitsraum ist auf die Bedürfnisse seiner Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt und bietet die passende Umgebung für unterschiedliche Tätigkeiten und Arbeitsweisen.
Wenn Menschen sich in einem Raum wohlfühlen, entsteht mehr als nur ein Arbeitsplatz. Es entsteht ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt, sich inspiriert fühlt und motiviert arbeiten kann. Gleichzeitig können solche Räume zu Treffpunkten werden, die den Austausch fördern, die Zusammenarbeit stärken und Menschen miteinander verbinden.
Eine durchdachte Gestaltung kann das Wohlbefinden, die Identifikation mit dem Unternehmen und letztlich auch die Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen. Dabei geht es nicht allein um die Auswahl von Möbeln oder Farben. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Elemente und die Frage, wie gut eine Arbeitswelt zu den Menschen, ihren Aufgaben und der jeweiligen Unternehmenskultur passt.
Gute Raumplanung schafft Atmosphäre, weckt Emotionen und kann aus einem gewöhnlichen Arbeitsplatz einen Ort machen, an den man jeden Tag gerne zurückkehrt. Für mich ist genau das die besondere Kraft guter Gestaltung.
Hast du einen Lieblingsplatz im Raumhaus und warum genau dieser Ort?
Mein Lieblingsplatz im Raumhaus ist der Vitra-Loungebereich am Fenster. Mit seiner frischen und modernen Gestaltung schafft er eine angenehme Atmosphäre und wertet den gesamten Bereich spürbar auf. Besonders für kurze Besprechungen oder konzentriertes Arbeiten eignet sich der Platz ideal. Wenn ich zwischendurch einen Tapetenwechsel brauche, ziehe ich mich gerne für eine halbe Stunde dorthin zurück. Durch die Nähe zum Fenster und das wohnliche Ambiente lässt es sich dort besonders angenehm arbeiten.
